Nach 7 Jahren: Denkmal wird mit dem „Segen Gottes“ eingeweiht

Das Wetter in Hinsdorf hätte am 17.11.2019, dem Volkstrauertag, nicht passender sein können, als sich einige wenige Hinsdorfer nach der Andacht, die Pfarrer Höppner dem Frieden und einem friedlichen Miteinander widmete, mit ihren Gästen vor dem frisch sanierten Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges versammelten.

Vor nunmehr 7 Jahren wurde im Ortsverein Hinsdorf“, so Peter Süsmuth, „der Beschluss gefasst, das Denkmal zu sanieren.“ Dass und welche Hürden dabei zu überwinden sein würden, hätte damals keiner geahnt. Durch Forderungen der unteren Denkmalschutzbehörde wäre das Projekt fast gescheitert, bevor es überhaupt richtig begonnen hatte. Ein erster Fördermittelbescheid des Landkreises Anhalt-Bitterfeld, seinerzeit feierlich überreicht durch Landrat Uwe Schulze, machte es möglich, den von Constanze und Bernhard Schellbach (Diplomrestauratoren aus Dessau-Mosigkau)  aufgestellten Sanierungsplan anzugehen. „In vielen Stunden des gemeinsamen Beratens über die Teilung des Vorhabens in finanziell umsetzbare Bauabschnitte und bei unseren Aktionen zu Demontage und Wiederaufbau ist fast schon eine Freundschaft entstanden.“ schätzen Peter Süsmuth und Bernhard Schellbach ein. Nachdem der Landrat durch seine Förderung ein Zeichen gesetzt hatte, wurde ein weiterer Förderantrag durch die Bürgerstiftung der Kreissparkasse Köthen befürwortet. Die Stadt Südliches-Anhalt unterstützte die Sanierungsarbeiten zwischenzeitlich durch die kostenfreie Überlassung von Baumaschinen zum Transport der Einzelteile in die Fachwerkstatt nach Mosigkau. Mit einem zweiten Fördermittelbescheid des Landkreises und dem Erlös einer in Hinsdorf durchgeführten Spendensammlung konnte im Sommer dieses Jahres endlich die Fertigstellung erfolgen. Die drei, bereits im Frühjahr gepflanzten, Bäume haben trotz regelmäßiger Wässerung den heißen Sommer nicht überstanden. Mit einer symbolischen Neupflanzung erstrahlt das Denkmal nun, 100 Jahre nachdem es errichtet wurde, wieder in neuem (alten) Glanz.

Peter Süsmuth dankt allen Helfern und Unterstützern und erwähnt dabei insbesondere noch einmal die Anwesenden wie Herrn Landrat Schulze, Herrn Reuter von der Stadtsparkasse Köthen, Familie Schellbach sowie alle Hinsdorfer, die sich bei der Umsetzung des Projektes eingebracht haben. Bei einer heißen Bratwurst und einem (zu) kalten Getränk wurde in der von Herrn Schellbach feierlich überreichten Fachdokumentation geblättert und festgestellt, dass man sich an den Anblick des verkommenen Denkmals schon gar nicht mehr erinnern kann. 

Der Vorstand / Förderverein Hinsdorf e.V.